Schule

Martin-Heidegger-Gymnasium nachhaltig geprägt

Eberhard Müller und Johannes Bemetz in den Ruhestand verabschiedet

 

Die Personalräte Jonas Künstner und Ulrich Braunschweig präsentierten als Abschiedsgeschenk passend zum Bauhaus-Jahr Bausteine einer Reise nach Dessau, damit die kunst- und kulturinteressierten Pensionäre das Bauhaus an historischer Stätte studieren können.

Am letzten Donnerstag vor den Sommerferien wurden im Rahmen des Schulfestes am Martin-Heidegger-Gymnasiums Schulleiter Eberhard Müller und sein Stellvertreter Johannes Bemetz von der Schulgemeinschaft in den Ruhestand verabschiedet. Müller eröffnete die Feier mit der Begrüßung der Anwesenden und zog in seiner Rede ein Resümee der sechzehnjährigen Schulleitertätigkeit. Dabei hob er besonders hervor, dass es in Messkirch so „wohlerzogene und freundliche  Kinder“ gebe. Er bedankte sich bei Eltern, Schülern und Lehrern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Einen ganz persönlichen Dank sprach er auch seinem Stellvertreter Johannes Bemetz aus, mit dem ihn immer ein enges berufliches und freundschaftliches Verhältnis verbunden habe. Die anschließenden Grußworte eröffnete Bürgermeister Arne Zwick, der die pragmatische und unbürokratische Zusammenarbeit mit der Schulleitung betonte. Er erinnerte daran, wie er und Müller als Neulinge in ihren Ämtern sehr schnell bei den IZBB-Mitteln, die für den Ganztagesausbau der Schulen vom Bund bereitgestellt wurden,  zugriffen und so für eine Erweiterung und Modernisierung des Gebäudekomplexes am Feldweg mit einem finanziellen Volumen von 3,5 Millionen Euro sorgten. Zwick machte darauf aufmerksam, dass auch die Halle, in der man sich gerade befinde, eine Folge dieser IZBB-Mittel sei. Auch der Elternbeiratsvorsitzende Martin Bienert und die Vorsitzende des Fördervereins Uta Mahler-Kraus lobten in ihren Grußworten die Verdienste der beiden scheidenden Pädagogen und wünschten ihnen einen gesunden und erfüllten Ruhestand. Mahler-Kraus bedankte sich bei Johannes Bemetz für die beinahe 30 Jahre Vorstandstätigkeit als Schriftführer und die Erstellung der Jahresschrift des Fördervereins. Schülersprecher Simon Schmid hob hervor, dass die Schulleitung immer ein offenes Ohr für die Belange der Schülerschaft gehabt habe und immer bemüht gewesen sei, Probleme und Konflikte rasch zu lösen. Er gestand auch, dass ihn das umfassende Allgemeinwissen von Johannes Bemetz, das weit über seine Fachgebiete hinausreiche, schon immer sehr beeindruckt habe.  Bemetz erinnerte sich in seiner anschließenden Abschiedsrede an seine ersten Erfahrungen vor 50 Jahren als Jugendspieler der MTG Wangen in Messkirch, als er sich auf dem mit Kies bedeckten Spielfeld beim Handball-Blitzturnier so die Knie aufgeschürft habe, dass die Spuren bis heute sichtbar seien. Er betonte jedoch mit einem Augenzwinkern, dass er dennoch immer gern in Messkirch unterrichtet habe und mit vielen positiven Erinnerungen aus dem Amt scheide. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte die Big-Band des Gymnasiums, die mit einem letzten flotten Stück die Anwesenden in das bunte Treiben des Schulfestes entließ.

Am Freitag nach Unterrichtsschluss verabschiedete der Personalrat die angehenden Pensionäre aus dem Kreise der Kollegen. Jonas Künstner skizzierte zunächst den beruflichen Werdegang von Schulleiter Müller, der nach einem Theologiestudium in Tübingen zunächst in Sigmaringen als Pfarrer gewirkt habe, bevor er dann Religionslehrer an der Berufsschule wurde und sich schließlich erfolgreich als Schulleiter am Martin-Heidegger-Gymnasium bewarb. In seine Amtszeit fielen wichtige Reformen wie der Ausbau zur Ganztagesschule, die Einführung offener Lernformen, die Umstellung von G9 zu G8 und die Einführung neuer Bildungspläne. Diese zentralen bildungspolitischen Weichenstellungen wurden am Martin-Heidegger-Gymnasium erfolgreich umgesetzt, was sich auch an den hervorragenden Ergebnissen der Fremdevaluation 2012 zeigte. Bemetz dagegen habe direkt nach dem Studium in Konstanz 1985 seinen Dienst in Messkirch begonnen. Er habe  nicht nur bis zum Schluss mit viel Erfolg und Leidenschaft seine Fächer Mathematik, Physik, Informatik und Philosophie unterrichtet, sondern sich auch inner- und außerschulisch engagiert. Er war seit 1986 durchgängig Mitglied der Schulkonferenz und von 1989 bis 2005 Vorsitzender des örtlichen Personalrats. 1998 wurde er zum Fachberater für Mathematik am Regierungspräsidium Tübingen berufen, seit 2013 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Schulleiters. Künstner betonte, dass sein Weggang eine gewaltige Lücke am Martin-Heidegger-Gymnasium reiße, die es erst einmal zu schließen gelte, und dankte ihm für sein großes Engagement für die Schule. Auch habe sich  Bemetz immer in vorbildlicher Weise für die Anliegen von Kollegen und Schülern eingesetzt. Der Personalrat bedankte sich zum Schluss ganz herzlich bei den angehenden Pensionären für alles, was sie an der Schule geleistet haben, und wünschte ihnen alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt.  Müller und Bemetz wünschten dem Messkircher Gymnasium und insbesondere auch ihren Nachfolgern Tobias Andelfinger und Simone Hägele einen guten Start ins neue Schuljahr und luden abschließend die jetzigen sowie die zahlreich erschienenen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu einem Abschiedsessen auf dem Schulhof ein.

 

 

Eindrücke vom Musical

 

 

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